
Hesse ist der Grösste - ...und und hörten beide dem Wasser zu, welchesfür sie kein Wasser war, sondern die Stimme des Lebens, die Stimme desSeienden, des ewig Werdenden...einfach überzeitlich, genial...Hanna Kubiak
Tolles Buch über den beispielhaften Weg zum vollkommenen Dasein. - Ich erlaube mir nur zwei Zitate aus dem Buch auszuwählen um die Tiefe des Buches zu zeigen:Klug weißt Du zu reden, mein Freund. Hüte Dich vor allzu großer Klugheit.So habe ich noch keinen Menschen blicken und lächeln, sitzen und schreiten sehen, dachte er...So wahrlich blickt und schreitet nur der Mensch, der ins Innerste seines Selbst gedrungen ist.
Bereichernd - Siddhartha ist natürlich eine Geschichte, die man mit zeitgemäßen Werken nicht vergleichen kann. Spannung wird man vergeblich suchen und zu schwere Kost beinhaltet der Roman, als dass man ihn unterhaltsam und kurzweilig nennen könnte. Trotzdem ist das Buch lesenswert, denn nicht die Art, wie erzählt wird, ist hier von Bedeutung, sondern das, was erzählt wird und das, was zwischen den Zeilen steht. Hesse schafft es, einen Abriss asiatischer Philosophien und Lehren wiederzugeben, er erschafft eine Figur, die dem echten Buddha durchaus ähnlich ist, auch dank ihres Namens und Lebenslaufes, die aber irgendwie noch interessanter wird und die den Leser berührt und fasziniert. Mal leidend, mal lachend verfolgt man Siddharthas Weg, bis man am Ende, wie die Hauptfigur selbst, neue Erkenntnisse gewinnt. Sicher ist das Buch kein universeller Führer zu Weisheit und Zufriedenheit, das lag auch niemals in der Intention des Autors, dennoch birgt es interessante Denkanstöße und bisweilen ist die Lektüre Balsam für die Seele - das kann man nicht jedem Werk Hesses nachsagen, wenngleich andere Werke des Autors dafür noch mehr Tiefgang besitzen, was aber nicht heißen soll, Siddhartha wäre oberflächlich und nichtssagend. Hesses Sprache ist stark archaisierend und manchmal kann man den langen Sätzen nur schwer folgen, wenn man sich nicht konzentriert. Dies mag auch am Sprecher liegen. Ulrich Matthes liest hier ohne viele Änderungen des Timbres, der Intonation, ohne große Emotionen. Seltsamerweise hat genau das, dieses Lesen, das wie das Herunterbeten eines Mantras klingt, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase eine sogartige Wirkung auf den Hörer. Zumal Matthes Stimme sehr markant und einprägsam ist, eine Stimme, deren Echo man noch zu hören glaubt, wenn man den CD-Player bereits ausgeschaltet hat.Siddharta ist eines dieser unheimlich seltenen literarischen Werke, die das Leben eines Menschen bereichern können. Gespickt mit unaufdringlichen Anregungen zum Nachdenken und kleinen Lebensweisheiten, weiß es den Hörer zu verzaubern. Es ist allerdings auch ein Hörbuch, das man fernab vom Alltagsstress hören sollte, denn es verlangt dem Hörer viel Konzentration und innere Ruhe ab, wenn man es wirklich genießen möchte.
In Buchform hätte ich wohl aufgegeben - Das Mantra-artige Lesen von Ulrich Matthes ist irgendwo zwischen nervtötend und absolut faszinierend. Den ersten Anlauf (zugegeben, in der falschen Umgebung)habe ich gestoppt, der zweite mündete in der Feststellung auch um ein Hörbuch zu genießen, braucht es den passenden Moment. Und diesen habe ich gefunden.Da mich Asiens Kultur bisher wenig interessierte, weiß ich nicht, ob ich diesen Text als Buch weitergelesen hätte (als jugendlich-gymnasiale Hesse-Geschädigte), das Hörbuch hat mir ganz anderes Denken und Verhalten nahegebracht.
Wunderbares Buch - Ich kann mit Sicherheit sagen, dass dieses Buch eines der besten Bücher ist, die ich je gelesen habe. Ich pflege Stellen in Büchern die ich mag anzustreichen und in diesem Buch gibt es keine Seite auf der ich nichts angestrichen habe. Dieses Buch strotzt, bei näherem betrachten, vor Lebensweisheiten und ist für mich wie eine Art Buddha- Bibel geworden...