
Wundervoll traumgleich real, - faszinierend wie die Nonne Maili ihren Weg durch das Leiden findet. Das Buch erzählt die Schwierigkeiten mit den alle Praktizierende zu kämpfen haben. Zugleich eröffnet es die Welt des tibetischen Lebens heute. Buddhistische Grundlagen vermitteln sich hier leicht wie ein Windhauch, der den Geist leicht streift. Die Geschichte lässt den Verstand zurück und lädt den Leser zu einer inneren Reise ein.
Wenn sie auch träumen - Dann hat diese brilliante Autorin die Gabe, sie mitzunehmen.Sie werden beim lesen wie bei der Hand genommen, auf den Weg eines einfühlsamen Lebens gebracht und verständnisvoll ihr Herz öffnen.Für Menschen in diesem Buch, deren Charakter bildlich Dargestellt wie aus der Wirklichkeit Asiens genommen, mit überraschender sensibilität getroffen. Da erlebt man wie mit der Leichtigkeit eines Traums das Leben einer Frau sich dem Buddha-Darma stetig und auf ganz natüliche Weise nähert, man ist bei ihr und lebt für die Zeit des lesens mit ihr, auf diesem Berg, in diesem Kloster und man teilt ihre Gefühle und Abenteuer wie eine Freundin. Wollten sie dieses Leben nicht schon immer? Und vieleicht werden Träume wahr!
Schön erzählt - mit Tiefgang - Nach dem Tod ihrer Eltern und ihres kleinen Bruders verläßt die verträumte Maili ihr Heimatdorf, um der Ehe zu entgehen. Sie geht in ein Kloster auf dem Berg am Rand des Katmandu-Tals um dort Nonne zu werden und Zugang zu der Geisteswelt des Buddhismus zu finden. Sie sucht das Glück und versucht das Leiden zu überwinden. Obwohl sie oft an sich zweifelt und sich mit Gehorsam und Tradition schwer tut, findet sie in der Disziplinarin Urgyen Ani und der Yogini weise Lehrerinnen, die ihre außergewöhnliche Begabung erkennen. In ihren Freundinnen Ani Pema und Shimi findet sie Freundinnen und eine Familie, in Sönam ihren Seelengefährten. Während ihrer Zeit als Novizin wird sie erwachsen und lernt Verantwortung für ihre Gefühle und Gedanken zu übernehmen. Sie geht ihren Weg, sie studiert, sie meditiert und sie lernt die Disziplin. Aber obwohl sie auch immer wieder gegen die Traditionen aufbegehrt, zeichnet sie sich durch ihre große spirituelle Begabung aus, die selbst den großen Rinpoche beeindrucken.Sie lernt loszulassen, das Leiden wegzuatmen und sich in der Meditation des Mitgefühls mit allen Menschen und der Welt zu vereinen....Üben Sie Mitgefühl. Dann werden Sie nie in die Hölle fallen, sagte Maili...Mailis Geschichte ist leicht und gut verständlich zu lesen. Man muß nicht Gelehrter des Buddhismuses sein um zu verstehen, was Maili einem lehren möchte. Gerade darin liegt der Zauber, der einem während des Lesens nicht mehr los läßt. Man ahnt, daß viele Gedanken auch für unsere westliche Welt Gültigkeit haben und viele Probleme der Welt mit Mitgefühl und Achtsamkeit sich lösen würden.... Können Sie sich vorstellen, alt zu sein, nicht mehr schön, oder krank und hilflos - und dennoch nicht unglücklich? fragt Maili. Nein, noch nicht, aber vielleicht irgendwann mal....
Nette Lektüre über eine fremde Welt - Das Besondere an diesem Buch ist die faszinierende Fremdartikeit der Welt, in der die junge Maili aufwächst. Immer wieder klingen auch schöne und hilfreiche buddhistische Weisheiten und Meditations- und Atemtechniken durch, die die Seele und den Geist ruhig stimmen können und dazu einladen, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen. So ist zum Beispiel das Ausatmen von Angstzuständen oder anderen belastenden Gefühlen eine faszienierend einfache Möglichkeit, sich und anderen das Leben schöner und leichter zu machen. Aber: die Weisheiten klingen meist eben nur durch und bleiben vage und unklar. Und das ist, neben der überaus naiv-kindlichen Sprache, in der die inneren Tumulte einer Heranwachsenden dargestellt sind, störend. Als ärgerlich (ich konnte dies auch nicht wegatmen) empfand ich auch, dass meine große Neugierde in bezug auf Details des alltäglichen Lebens (Was genau essen sie? Wie macht man Buttertee? Wie heilen sie? ...)unbefriedigt blieb.
Für junge Leserinnen sicherlich gute Unterhaltung - Mit großen Erwartungen machte ich mich an dieses Buch über die Geschichte der jungen Heldin vom Lande, die sich in das Klosterleben einfügen möchte. Die Beschreibung ihres geistigen Wachstums ist in meinen Augen leider etwas misslungen. Immer wieder begegnet man fast kindlichen Erläuterungen und begibt sich in die Empfindungswelten einer 17-jährigen, die oft in Teeniemanier bemüht ist, mit ihrem Trotz und ihrer Leidenschaft zu kämpfen. Die Beschreibungen der Landschaft und der Grundelemente des Lebens in einem tibetischen Kloster sind großartig erzählt. Das Gefühlsleben und die Gedankenwelt der Heldin bleiben dahinter auf einem fast naiven Sprachniveau zurück. Der Leser tut sich schwer, ihre bereits vorhandene Weisheit und Kraft zu vereinbaren mit dem Hintergrund der Kleinmädchen-Gefühlsausbrüche. Vielleicht ist der Nachfolgeroman sprachlich geschickter, schliesslich ist die Heldin dann endlich Frau.